Die Implantatoperation – d.h. das Einsetzen der Implantate in den Knochen – ist häufig ein ambulanter chirurgischer Eingriff, der von den Auswirkungen auf den Patienten vergleichbar ist mit einer Wurzelspitzenresektion oder der Entfernung eines Zahnes. Der Eingriff findet überwiegend in Lokalanästhesie oder selten auch in Narkose statt und dauert je nach Anzahl der Implantate, Lokalisation und der chirurgischen Erfahrung des Operateurs zwischen 15 Minuten und mehreren Stunden. Die Operation wird unter sterilen Bedingungen mit geeigneten Instrumenten in einem dafür geeigneten Raum durchgeführt.
Die Schleimhaut wird in der geplanten Region entfernt (zur Seite geklappt) und so der Knochen zugänglich gemacht. Es folgen die Bohrungen für das später einzusetzende Implantat. Diese Präparation am Knochen ist schmerzfrei. Bei ausgewählten Fällen ist auch eine Operation ohne vorherige Aufklappung der Schleimhaut möglich. Solche minimalinvasiven Eingriffe vermindern die möglichen Beschwerden nach einer Operation, sind aber nicht in jedem Fall möglich.
Nach dem Einsetzen des Implantats wird das Zahnfleisch fest und dicht vernäht. Eine effiziente Kühlung für die Stunden nach der Operation ist zu empfehlen, da es in der Folge der Operation zu einer mehr oder minder großen Schwellung kommen kann. Danach erfolgt in der Regel die individuelle Anpassung der Prothese und eventuell zusätzlich noch eine weich bleibende Unterfütterung, um Druckstellen am Zahnfleisch zu vermeiden. Über den Einsatz von entzündungshemmenden, schmerzstillenden und antiödematösen (gegen eine Schwellung) Medi-kamenten entscheidet der Behandler von Fall zu Fall.